Klimaschutz in Ladenburg

Klimaschutzkonzept der Stadt Ladenburg

Das Land Baden-Württemberg verabschiedete im ersten Quartal 2011 das Klimaschutzkonzept 2020PLUS, in dem die Vision des Niedrigemissionslandes Baden-Württemberg propagiert wird. Das Konzept orientiert sich am langfristigen Ziel, eine globale Gesellschaft zu werden, die ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf zwei Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf und Jahr reduziert haben wird.

Ende 2011 wurden durch den Rhein-Neckar-Kreis eigene Klimaschutzleitlinien herausgegeben. In diesen werden drei Säulen als Handlungsfelder definiert. Die erste Säule betrifft den Rhein-Neckar-Kreis selbst samt seiner Eigengesellschaften. In der zweiten Säule werden die kooperativen Aktivitäten und Handlungsmöglichkeiten mit den Kommunen des Kreises beschrieben. Das dritte Handlungsfeld betrifft den Bereich der Klimaschutz- und Energieberatung für Kommunen, Bürger und Betriebe.

Vor dem oben genannten Hintergrund entschied der Gemeinderat der Stadt Ladenburg, die KliBA mit der Durchführung von Beratungsleistungen für kommunalen Klimaschutz zu beauftragen, die durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten werden. Ziel des Beratungsprozesses ist es, gemeinsam mit Politik und Verwaltung den Status quo bereits vorhandener Klimaschutzaktivitäten und -strukturen zu analysieren und Optimierungspotenziale zu diskutieren. Die gemeinsam erarbeiteten Grundlagen der am Prozess beteiligten Mitglieder des Gemeinderates und der kommunalen Verwaltung dienen zur Entwicklung eines Ziel- und Maßnahmenplanes. Mit Hilfe des Plans sollen kommunale Klimaschutzaktivitäten kurz- und mittelfristig in der kommunalen Verwaltung verankert werden. Ladenburg stellt sich damit der Herausforderung, Klimaschutz als eine alle gesellschaftlichen Ebenen und Strukturen betreffende Aufgabe anzunehmen und dies in einem ersten Schritt seitens der Kommunalverwaltung auf der lokalen Ebene mit ambitionierten Zielen anzugehen.

Hier finden Sie das Klimaschutzkonzept der Stadt Ladenburg.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED Leuchten

Die Stadt Ladenburg hat sich in ihrem Klimaschutzkonzept zum Ziel gesetzt die CO2-Emissionen zu reduzieren. Ein Baustein hierbei ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im kompletten Stadtgebiet auf LED. Dieses im Jahr 2013 begonnene Projekt ist nun bis auf die Oststadt und kleinere Bereiche abgeschlossen.

Im letzten Abschnitt wurden 319 Leuchten auf einer Gesamtlänge von 15 km ausgetauscht. Die Reduktion der CO2-Emissionen in diesem Bereich gerechnet auf die Lebensdauer der Lampen beträgt 1.971 Tonnen. Die jährliche Stromeinsparung liegt bei ca. 160.000 kWh. Das Projekt wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutz Initiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Die Stadt hatte für die Oststadt einen Fördermittelantrag gestellt. Über diesen wurde ebenfalls positiv entschieden so dass auch hier im Rahmen der Nationalen Klimaschutz Initiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Klimaschutz geht alle an!

Die Aufgabe, in wenigen Jahren eine grundlegende Veränderung sowohl im Bereich der Energieeffizienz als auch im Bereich der Energieversorgung (Ausstieg aus der fossilen und atomaren Energiegewinnung) zu realisieren ist groß, aber durch gemeinsames Handeln durchaus lösbar. Der Rhein-Neckar-Kreis möchte gemeinsam mit seinen Bürgerinnen und Bürger sowie mit den Kommunen die Aufgaben angehen und umsetzten. Der Klimaschutzatlas Rhein-Neckar-Kreis übernimmt die Aufgabe, in übersichtlicher Weise einen aktuellen Überblick über die bereits realisierten Beiträge der Akteure des Rhein-Neckar-Kreises zu geben.