Daten, Zahlen, Fakten
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Lage |
Ladenburg, zum Bundesland Baden-Württemberg und zum Regierungsbezirk Karlsruhe gehörend, liegt am rechten Ufer des Neckars im Rhein-Neckar-Kreis und damit im Herzen der Kurpfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar, jeweils ca. 11 km von Mannheim und Heidelberg entfernt. Die Stadt liegt auf einem Neckarschwemmkegel in der Oberrheinischen Tiefebene. Südlich der Ortsbebauung mündet der Kandelbach, der sich zuvor mit dem Loosgraben und dem Rombach vereinigt hat, in den Neckar. Anschlüsse Bahnhof Autobahnanschluss A5 Flugplatz Mannheim-Neuostheim (ca. 10 km) Flughafen Frankfurt Rhein-Main (ca. 60 km)
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| Koordinaten |
östliche Länge: (E) 8 Grad 36 Minuten nördliche Breite: (N) 49 Grad 28 Minuten |
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Höhe über NN 96 - 106 m
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Fläche 1.900 Hektar davon 25,3 % Siedlungs- und Verkehrsfläche 71,3 % landwirtschaftliche Fläche 2,8 % Wasserfläche 0,6 % Waldfläche
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Einwohner 11.494 (Stand: 30.09.2011, Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg)
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| Wirtschaftsstruktur |
Ladenburg ist seit 1971 Unterzentrum nach dem Landesentwicklungsplan und ein regional bedeutsamer Industrie- und Gewerbestandort mit Hafen, Bahn- und Autobahnanschluss. Vor allem die chemische, elektrotechnische und metallverarbeitende Industrie, die Herstellung wärme-, kälte- und schallschutztechnischer Erzeugnisse, die Produktion von Feuerlöschmitteln sowie Baumschulen und Gärtnereien prägen die Vielfalt der Arbeitsplätze. Aber auch zahlreiche mittelständische Unternehmen und alteingesessene Handwerksbetriebe bieten ihre Leistungen an.
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| Städtepartnerschaften |
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Garango/Burkina Faso Paternion/Österreich
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Bürgermeister Rainer Ziegler
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| Gemeinderat |
insgesamt 23 Mitglieder, davon
Bürgermeister Ziegler als Vorsitzender
CDU 8 Sitze SPD 6 Sitze Freie Wähler 3 Sitze Grüne Liste 3 Sitze FDP 2 Sitze
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| Kreisrat |
CDU 1 Sitz SPD 1 Sitz GLL 1 Sitz
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| Bundestagsabgeordnete |
Dr. Karl Lamers (CDU) Lothar Binding (SPD) Dirk Niebel (FDP) Fritz Kuhn (Die Grünen)
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| Landtagsabgeordnete |
Georg Wacker (CDU) Gerhard Kleinböck (SPD) Dr. Birgit Arnold (FDP) Hans-Ulrich Sckerl (Bündnis 90/Grüne)
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| Parteien in Ladenburg |
CDU-Stadtverband CDU-Frauenvereinigung SPD-Ortsverein FDP-Ortsverein Freie Wählervereinigung Grüne Liste Ladenburg Die LINKE Junge Union Jusos
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| Schulen und Kindergärten |
2 Grundschulen 1 Werkrealschule 1 Realschule 1 Gymnasium 2 Sonderschulen 1 Musikschule, städt. 4 Kindergärten 1 Kindertagesstätte 1 Haus des Kindes 1 Volkshochschule e.V.
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| Vereine |
ca. 120 Vereine
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Tabellarischer Geschichtsabriss
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120 v. Chr. Viereckschanze "Wasserbett" deutet auf keltischen Fernhandel. Obwohl der später benutzte, keltisch gebildete Ortsnamen Lopodunum (Burg des Lopos) eine spätkeltische Vorgängersiedlung vermuten lässt, gibt es dafür bisher keine Belege.
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40 Elbgermanen werden von den Römern als Bauernmiliz angesiedelt und SUEBI NICRENSIS genannt.
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74 Römische Kastelle mit Lagerdorf bilden die Urzelle der späteren Stadt. Neben Infanteristen besteht die Garnison aus dem I. Reiterregiment der Cannanefates vom Niederrhein.
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98 Kaiser ULPIUS TRAJANUS erhebt Ladenburg zum Hauptort der CIVITAS ULPIA SUEBORUM NICRENSIUM, dem Ulpischen Gaubezirk der Neckarsweben.
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220 Die Römerstadt Lopodunum besitzt ein Hauptforum mit Marktbasilika, Südforum und Palast, Wochenmarkt, Tempel, Mithräen, Schauspiel-theater, Bäder und eine Stadtmauer.
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260 Alamannen zerstören die Stadt. Nur wenige Romanen bleiben hier und tradieren den römischen Ortsnamen. Ihre Gräber liegen in der Ruine des Südforums.
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369 Der römische Dichter AUSONIUS erwähnt die Wiedereroberung der Stadt durch Kaiser VALENTINIAN I., der hier einen Burgus, eine Hafenbefestigung, errichten lässt.
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496 Merowinger erbauen einen als "Palatium" überlieferten Königshof. "Lobdenburg" wird Hauptstadt des Lobdengaus.
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628 Frankenkönig Dagobert verschenkt Stadt und Gau an das Bistum Worms. Königshof wird Bischofshof, die spätere Nebenresidenz der Wormser Bischöfe.
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874 König Ludwig der Deutsche beurkundet zu "Lobotenburg". Die karolingische Stadt wird als CIVITAS PUBLICA bezeichnet.
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10. Jh Erbauung der ersten mittelalterlichen Stadtmauer.
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1006 Kaiser Heinrich II. der Heilige bestätigt dem Bischof von Worms zu "Laudenburg" alle Besitzungen des Domstiftes.
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1011 Der Kaiser verleiht den Bischöfen die Grafschaft im "Lobdengau".
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1073 König Heinrich IV. liegt schwer erkrankt in der bischöflichen Saala.
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1200 Stadterweiterung bedingt den Bau der äusseren Stadtmauer, die z.T. noch der römischen Wehrmauer folgt. Martinstor, Hexenturm und Pfaffenturm stehen heute noch.
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1254 Mit Schultheiß, Schöffen und Bürgern ist die Stadt Mitglied des bedeutenden Rheinischen Bundes.
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1385 Ladenburg wird nach blutigen Fehden zwischen Worms und Pfalz geteilt.
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1502 Größte Blüte der Stadt unter dem Bischof Johannes von Dalberg. Sein Freund Kaiser Maximilian besucht in "Ladenburg" den frühhumanistischen Kreis um Dalberg. Der spätere Reformator Reuchlin leitet die vom Kloster Lorsch übernommene bedeutende Bibliothek.
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1518 Steinere Neckarbrücke an der Westseite von Ladenburg ist Ort des Brückengerichts. Später abgeschwemmt wie die mutmaßliche römische Vorgängerbrücke.
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1615 Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz empfängt bei Ladenburg seine Braut Elisabeth Stuart.
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1622 Belagerung und Teilzerstörung im 30-jährigen Krieg durch Mansfeld.
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1645 Der französische Marschall Turenne erobert Ladenburg und überquert hier den Neckar.
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1674 Turenne mit 40.000 Soldaten wiederum in Ladenburg. Verwüstung des Umlandes.
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1689/93 Ludwig XIV. lässt durch Mélac die Stadt plündern und teilweise niederbrennen.
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1704 Der Herzog von Marlborough quartiert im Spanischen Erbfolgekrieg mit einem britischen Heer in Ladenburg und ist im Bischofshof Gast des Bischofs.
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1705 Nach über 1 000-jähriger Anwesenheit verlassen die Wormser Bischöfe Ladenburg, das kurpfälzische Oberamtsstadt wird.
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1713 Der als Färbersohn 1646 in Ladenburg geborene und spätere österreichische Hofkanzler Johann Friedrich Adam Reichsgraf von Seilern rettet mit der "Pragmatischen Sanktion" die Erbfolge der Habsburger.
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1799 Die französische Revolutionsarmee besetzt Ladenburg.
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1802/03 Ladenburg kommt zum Großherzogtum Baden und bleibt bis 1863 Amtssitz.
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1849 Badische Aufständische erobern die von preussischen Truppen besetzte Stadt und behaupten die Neckarbrücke.
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1904 Der Autoerfinder Dr. Carl Benz lebt von 1904 bis 1929 in Ladenburg, wo er begraben liegt.
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Text: Dr. Berndmark Heukemes |