Vorerst keine unechte Einbahnstraße in der Altstadt
Vorerst keine unechte Einbahnstraße und keine weiteren Regelungen zum fließenden Verkehr in der Ladenburger Altstadt

Das Parken, also der ruhende Verkehr, sowie Maßnahmen zur Beruhigung des fließenden Verkehrs in der Altstadt gehören zu den kommunalpolitischen Themen, die in Ladenburg seit vielen Jahren am intensivsten diskutiert werden, u. a. auch im Rahmen von mehreren öffentlichen Informationsveranstaltungen. Ausgehend von einer Gemeinderatsklausur und von Beratungen im Gemeinderat bzw. seinen Gremien, aber auch unter dem Eindruck von unzähligen Gesprächen und vielfachen Zuschriften wurden Maßnahmen, die ein verträglicheres Miteinander aller Verkehrsteilnehmer in unseren Altstadtstraßen und –gassen bewirken könnten, erarbeitet und auf rechtliche und tatsächliche Machbarkeit überprüft. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich zum einen um die als „unechte Einbahnstraße“ schon bekannt gewordene Verhinderung der Einfahrt in die Hauptstraße und Kirchenstraße in eine Richtung an bestimmten Stellen. Zum anderen wäre es denkbar, die Einfahrt in den Altstadtkern von den Seitenstraßen her zwischen samstags 14.00 Uhr bis montags 06.00 Uhr auf die Anwohner zu beschränken. Bisher ist in dieser Zeit lediglich die Zufahrt am Neckartorplatz und an der Schriesheimer Straße für den gesamten PKW-Verkehr durch Poller unterbunden.

In einem kürzlich stattgefundenen Treffen des Gemeinderates mit Vertretern des Bundes der Selbstständigen und der Gastronomie wurden diese grundsätzlich umsetzbaren Maßnahmen ausführlich erörtert sowie weitere Strategien zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt diskutiert. Der Gemeinderat gelangte in der Abwägung der möglichen Strategien mehrheitlich zur Meinung, die beiden genannten möglichen Regelungen zum fließenden Verkehr noch nicht einzuführen, sondern zunächst auf verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Überwachung zu setzen. Der BdS hat hierzu seine Unterstützung und eigene Aktionen zugesagt. Die Stadt wird ihr mobiles Geschwindigkeitsanzeigegerät vermehrt in der Altstadt positionieren. Daneben sollen die Polizei und das Landratsamt um Geschwindigkeitskontrollen in der Altstadt gebeten werden. Die Überwachung des Parkens soll streng gehandhabt werden und zwar sowohl hinsichtlich des Parkens außerhalb der markierten Bereiche als auch bezogen auf das Parken in Kurzzeitparkzonen zu den unterschiedlichen Tageszeiten. Weitere noch konkret zwischen der Stadt und dem BdS abzustimmende Detailmaßnahmen sollen die Bemühungen zur Entschärfung von Konfliktsituationen flankieren, auch eine ankündigende und begleitende Öffentlichkeitsarbeit gehören dazu. Sollten sich diese Strategien nach einer zeitlich angemessen Erprobungsphase als nicht wirkungsvoll erweisen, wird der Gemeinderat erneut über die Ergreifung von einschneidenderen Maßnahmen, z. B. die beiden oben genannten oder darüber noch hinausgehende Regelungen, beraten und beschließen