Ausstellung „Nachbarn 1938. Wir waren alle Ladenburger“

10.11.2018 - 19:00

vom 10.11.2018 bis 03.03.2019

Ausstellungsplakat

Was in Ladenburg 1938 passierte, unterschied sich kaum von dem, was sich auch anderswo in  Deutschland in diesen Wochen und Monaten ereignete: Ladenburg war eine typische deutsche Kleinstadt dieser Zeit.
Juden und Christen lebten jahrhundertelang neben- und miteinander.
So sagte Lea Weems (geb. Krell), die nach dem Krieg in die USA auswanderte, in einem Interview: „We were all ladenburgers“. Die Reichspogromnacht des Jahres 1938 setzte dem ein gewaltvolles Ende.

Zum 80. Jahrestag dieses Geschehens haben Dozierende und Studierende der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit dem Lobdengau-Museum eine Ausstellung konzipiert, die Einblicke jenseits bereits bekannter Zahlen und Fakten bietet. Sie zeigt die Bewohner der Stadt und ihre Beziehungen untereinander: Wer waren die Menschen, die hier Tür an Tür lebten? Welche Geschichten und Ereignisse prägten die Familien? Wie ging es nach 1938 weiter?

10. November 2018 bis 3. März 2019
im Lobdengau-Museum der Stadt Ladenburg

Öffnungszeiten:
Mi, 15:00–18:00 Uhr
Sa, 14:00–17:00 Uhr
So, 11:00–17:00 Uhr

Führungen nach Vereinbarung

Öffentliche Führungen:

  • 2. Dezember 2018, 15 Uhr
  • 9. Dezember 2018, 15 Uhr
  • 16. Dezember 2018, 15 Uhr

Es wird darum gebeten, sich ca. 10 Minuten vor Beginn der etwa 45-minütigen Führung am Eingang des Museums einzufinden. Es gelten die üblichen Eintrittsgebühren (3,50 Euro bzw. Ermäßigungen).

Ausstellungseröffnung:
am 10. November 2018 um 19 Uhr im Domhofsaal
des Ladenburger Rathauses

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird der Historiker Dr. Jürgen Zieher in einem Kurzvortrag über dieses Thema referieren:

Verdrängen und Erinnern – Über den wechselvollen Umgang mit der jüdischen Geschichte Ladenburgs nach 1945

Informationsflyer