Einladung zum Konzert von Aeham Ahmad

am 24.10.2019 um 19 Uhr im Domhofsaal

Der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad, der mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte ausgezeichnet wurde, gibt am Donnerstag, 24. Oktober, um 19 Uhr ein Konzert im Domhofsaal (Hauptstraße 9) und erzählt sein Lebensbild.
Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Organisiert wird die Veranstaltung von stART international e.V. und dem Carl-Benz-Gymnasium.

Hintergrund:

Aeham Ahmad wuchs als Sohn palästinensischer Flüchtlinge im Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus, Syrien auf. Seit seinem fünften Lebensjahr lernte er Klavier spielen. Von 2006 bis 2011 studierte er an der musikalischen Fakultät der Baath-Universität in Homs. Internationale Bekanntheit erlangte der palästinensisch-syrische Pianist 2014/2015 durch seine öffentlichen Auftritte im Flüchtlingslager Jarmuk als »Pianist in den Trümmern« während des Bürgerkriegs in Syrien. Nachdem das Flüchtlingslager im April 2015 von den Kämpfern des »Islamischen Staates« eingenommen worden war, zerstörten diese bei einer Kontrolle sein Klavier. In dieser Situation entschied er sich, seine Heimat zu verlassen. Am 2. August 2015 floh er aus Jarmuk und kam über Izmir, Lesbos und die Balkanroute nach Deutschland.
Aeham Ahmad lebt mit seiner Familie in Wiesbaden, er gibt bundesweit Konzerte und erhebt seine Stimme für all die Menschen, die weiterhin unter dem Bürgerkrieg in Syrien oder unter Heimatverlust leiden. Seine Sprache ist die Kunst. Seine Musik hat Menschen im Flüchtlingslager von Jarmuk versammelt und erleben lassen, dass der menschliche Geist und der Überlebenswille unbesiegbar sind.