Flächendeckende Historische Erhebung altlastverdächtiger Flächen im Rhein-Neckar-Kreis

Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Von Grundstücken ehemaliger Gewerbe- und Industrieflächen sowie von stillgelegten Deponien können erhebliche Gefahren für die Umweltgüter Wasser, Boden, Luft und damit auch für die menschliche Gesundheit ausgehen. Aus Gründen der Umweltvorsorge hat daher das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis die flächendeckende systematische „Fortschreibung der Erfassung altlastverdächtiger Flächen“ beauftragt und für die Jahre 2011 bis 2013 durchführen lassen.

Das Landratsamt als Untere Bodenschutz- und Altlastenbehörde stellt den Städten und Gemeinden nun sämtliche Informationen über Flächen zur Verfügung, die im Zuge der Ersterfassung der altlastverdächtigen Flächen und der Fortschreibung ermittelt wurden. Des Weiteren wird allen Grundstückseigentümern die Möglichkeit eingeräumt, sich über ihr Grundstück hinsichtlich eines Altlastverdachtes zu erkundigen.

Bei Flächen mit einem Handlungsbedarf für orientierende Untersuchungen werden die Eigentümer schriftlich informiert. Diese Information wird spätestens dann erforderlich, wenn die Behörde auf eigene Kosten orientierende Untersuchungen nach § 9 Abs. 1 Bundesbodenschutzgesetz durchführen will. Ziel der orientierenden Untersuchung ist es, den (Anfangs-)Verdacht auf das Vorliegen einer schädlichen Bodenveränderung oder Altlast entweder auszuräumen oder zu bestätigen.

Auch bei altlastverdächtigen Flächen mit Handlungsbedarf „B – Anhaltspunkte“ – das sind Flächen mit Anhaltspunkten für das Vorliegen einer Altlast, bei denen jedoch bei der aktuellen Situation (Nutzung, Versiegelung der Flächen) die Ausbreitung von Schadstoffen unwahrscheinlich ist – werden die Eigentümer informiert.

Auf der Website des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis finden Sie weiterführende Hinweise und den Antrag auf eine Auskunft aus dem Altlasten- und Bodenschutzkataster.