Vortrag TrotzDem – Leben mit Demenz

Menschen mit Demenz und deren Angehörige unterstützen

Vortrag im Domhofsaal am Donnerstag, 8. Oktober, um 17:30 Uhr

Am Donnerstag, 8. Oktober 2020, findet um 17:30 Uhr im Domhofsaal (Hauptstraße 9) der Vortrag „TrotzDem – Leben mit Demenz. Menschen mit Demenz und deren Angehörige unterstützen“ statt. In ihm wird das Thema „Leben mit Demenz“ aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Kernanliegen der Referentin, der Sonderpädagogin Dagmar Heinemann, ist es, Hinweise für ein adäquates Verständnis der Erkrankung zu geben. Sie wird über Krankheitsbild, Diagnostik und Therapie von Demenz informieren, über den Umgang mit demenziell erkrankten Menschen sprechen und Hinweise für eine möglichst wertschätzende und gelingende Kommunikation geben. Der Umgang mit demenziell erkrankten Menschen ist für Angehörige und das professionelle Pflegepersonal schon unter „normalen Bedingungen“ eine enorme Herausforderung. Es wird der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten der Unterstützung es gibt und wie die betroffenen Angehörigen und Pflegenden trotz hoher Belastung für ihre eigene Resilienz und Gesundheit sorgen können.

Aufgrund der derzeitigen Corona-Verordnung ist die Teilnehmeranzahl bei Veranstaltungen begrenzt. Eine Anmeldung zum Vortrag ist deshalb nötig und kann ab dem 28. September 2020, von 9 bis 12 Uhr an der Pforte des Rathauses der Stadt Ladenburg, Hauptstraße 7, Telefon 06203 70-105, vorgenommen werden. Die geltenden Abstandsregelungen müssen eingehalten werden und das Tragen eines Mund-Nasen Schutzes ist erforderlich. Für weitere Fragen steht Birgit Haltrich, die Leiterin des Seniorenbüros, ab dem 5. Oktober 2020 unter der Telefonnummer des Pflegestützpunktes, 06221 522-2699, zur Verfügung.

Das Corona-Virus hat einiges durcheinandergewirbelt. Veranstaltungen und Treffen mussten abgesagt werden, so auch oben angegebener Vortrag, den das Seniorenbüro der Stadt Ladenburg nunmehr unter Berücksichtigung geltender Schutzbestimmungen nachholen möchte.

Das Thema ist aktueller denn je, denn Menschen mit einer demenziellen Erkrankung und ihre Angehörigen wurden durch die Bestimmungen „zum Schutz der Bevölkerung“ und der damit verbundenen Schließung von Unterstützungsangeboten für Menschen mit einer Demenz, bspw. den Betreuungsgruppen und den Tagespflegestätten, zusätzlich belastet. Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner durften über viele Wochen keinen Besuch erhalten; auch jetzt gibt es noch einschränkende Regelungen. Erschwerend kommt hinzu, dass Menschen mit einer Demenz die vielen Veränderungen häufig nicht mehr verstehen können oder erhaltene Informationen immer wieder vergessen; die Umwelt ist befremdlich, Routinen sind unterbrochen, das aktuelle Geschehen kann nicht eingeordnet werden. Dies führt zu Ängsten, Unruhe und Sorgen, die sich in verschiedenen Verhaltensweisen der Betroffenen äußern. Angehörige sind Zuhause oft alleiniges Ziel für Ärger, Anschuldigungen und Angriffe.