Seit nun drei Jahren tourt das vom Lernort Kislau e. V. entwickelte mobile Geschichtslabor ‚Wo fängt Unrecht an?‘ erfolgreich durch Nordbaden und erreicht nicht nur das jugendliche Publikum, für das es ursprünglich entwickelt wurde, sondern spricht ebenso Erwachsene an.
Vom 24. September bis zum 6. November 2024 macht das neuartige Mitmachformat im Carl-Benz-Gymnasium (Realschulstraße 4) in Ladenburg Station. Das Geschichtslabor und das dazugehörige Begleitprogramm werden von der Stadt Ladenburg und der Gemeinde Edingen-Neckarhausen präsentiert. Während der unten genannten Öffnungszeiten steht es sowohl Schulklassen als auch interessierten Einzelbesucherinnen und -besuchern offen.
Ausgehend von der Geschichte des im April 1933 unweit von Heidelberg errichteten Konzentrationslagers Kislau, können die Nutzerinnen und Nutzer des Geschichtslabors an acht interaktiven Doppelstationen die Unterschiede zwischen Recht und Unrecht sowie zwischen Demokratie und Diktatur ausloten. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Programms ‚Jugend erinnert‘, mit dem der Bund modellhafte Vermittlungsangebote fördert.
Öffnungszeiten:
montags bis donnerstags: 8 bis 16 Uhr
freitags: 8 bis 13 Uhr
Gruppenbesuche müssen vorab in den online verfügbaren Labor-Kalender eingetragen werden.
BEGLEITPROGRAMM
Eröffnung Dienstag, 24. September, 18:30 Uhr, Foyer des Carl-Benz-Gymnasiums
‚Wo fängt Unrecht an?‘ Einführung in das Geschichtslabor
Fachvortrag Dienstag, 15. Oktober, 18 Uhr, Schloss Neckarhausen
‚Widerstand und Verfolgung in der Rhein-Neckar-Region‘ Dr. Andrea Hoffend
Lernort Kislau e. V.
Der Lernort Kislau e. V. in Karlsruhe widmet sich der Erforschung und Vermittlung badischer Demokratie- und Diktaturgeschichte der Jahre 1918 bis 1945. Als Träger der historisch-politischen Bildungsarbeit realisiert er mobile und virtuelle Angebote, bietet Vorträge und Workshops an und richtet Fachtagungen aus. Eines seiner Ziele ist die Errichtung eines Lernorts, an dem die Vermittlung badischer NS-Geschichte mit einem Dialog über Gegenwartsfragen verzahnt werden soll. Die Arbeit des Vereins wird vom Land Baden-Württemberg sowie von mehreren Stadt- und Landkreisen – darunter der Rhein-Neckar-Kreis – finanziert.