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Haushaltsentwurf 2025 unter schwierigen Vorzeichen


Die Einbringung des Haushaltsentwurf 2025 durch Bürgermeister Stefan Schmutz steht im Mittelpunkt der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres am 29. Januar 2025 um 18 Uhr im Domhof. In den kommenden Wochen haben die Mitglieder des Gemeinderats die Gelegenheit, den Entwurf zu beraten und mögliche Änderungen in der Februarsitzung am 26. einzureichen. Die Reden der Fraktionsvorsitzenden und der Beschluss durch den Gemeinderat sind für die Sitzung am 26. März 2025 vorgesehen.

Der Haushaltsentwurf weist ein Ausgabevolumen von 46,2 Mio. Euro aus. Die größten Positionen bilden die Personalausgaben (12,5 Mio. Euro), Betriebskostenzuschüsse für Kitas (rund 6 Mio. Euro) sowie die Kreisumlage (7,5 Mio. Euro).

Investitionen sind in Höhe von 16,56 Mio. Euro veranschlagt. Im Mittelpunkt steht der Bau der Dreifeldsporthalle am Römerstadion, die alleine 10 Mio. Euro veranschlagt. Die Sanierung des Freibades, des St. Johannes Kindergartens und der Werkrealschule folgen. Die genannten vier Großprojekte mit den Schwerpunkten Sport und Bildung umfassen alleine rund 80 % aller Investitionsmittel. Weitere Investitionen beziehen sich auch auf eine bessere Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr. Insgesamt können 15 % der Investitionen über Zuschüsse in Höhe von 2,44 Mio. Euro gedeckt werden.

Trotz Zuschüsse und intensiver Konsolidierungsrunden innerhalb der Verwaltung weist der Entwurf ein ordentliches Ergebnis von minus 5,4 Millionen Euro aus. Demzufolge reichen die Erträge nicht aus, um den Aufwand auszugleichen. Wesentliche Gründe für diese Finanzlücke liegen in der Haushaltssystematik, die das Land vorgibt, nach der Abschreibungen zu erwirtschaften sind. Im Falle der Stadt Ladenburg belastet dies das ordentliche Ergebnis mit 2 Mio. Euro. Weiterhin sorgt eine schwache Konjunktur für sinkende Gewerbesteuereinnahmen. Gestiegene Ausgaben bei Beschaffungen, Energiekosten und Personal sowie finanzielle Vorleistungen aufgrund des umfassenden Ausbaus der Kinderbetreuung und eine erhöhte Kreisumlage sorgen für weitere Belastungen.

„Nach acht Jahren konsequenten Schuldenabbaus werden wir es nicht mehr schaffen, unsere Zukunftsinvestitionen ohne Kredite abzusichern. Infolgedessen gilt es die Schwerpunkte auf bereits begonnen Maßnahmen zu setzen. Weitere Projekte stehen mittelfristig unter Finanzierungsvorbehalt und werden erst dann realisierbar sein, wenn wir Fördermittel erhalten und sich die konjunkturelle Lage stabilisiert.“, so Bürgermeister Stefan Schmutz.

Bis dahin gilt es, die weitere Haushaltsplanung einer konsequenten Haushaltskonsolidierung zu unterziehen, die Ausgaben beschränkt und Einnahmen erhöht. Erste Schritte wurden mit der Anpassung von Wasser- und Abwassergebühren für das Jahr 2025 bereits umgesetzt. Auf eine Erhöhung kommunaler Steuern wurde hingegen verzichtet. Weitergehende Schritte zur Stärkung der Einnahmeseite können für das Jahr 2026 nicht ausgeschlossen werden.

Kommunale Stiftungen gut aufgestellt

Im Gegensatz zum städtischen Haushalt können die beiden städtischen Stiftungen ihrem Stiftungszweck erstmals seit Jahrzehnten umfassend nachkommen. So finanziert der Christliche Bürgerhospitalfonds auch 2025 den kostenlosen Mittagstisch und plant den Bau sozialgeförderter Wohnung in der Schriesheimer Straße. Die Güntherscher Stiftung für Jugendhilfe finanziert die Beschaffung eines großen Spielgerätes im Außenbereich des St. Joseph Kindergartens und bezuschusst die Gestaltung des Außenbereiches des St. Johannes Kindergartens.

„Beide Stiftungen leisten 2025 großartige Arbeit. Diese Ausgangslage ist der Verdienst des Stiftungsrates, der in den vergangenen Jahren beide Stiftungen zukunftsorientiert positioniert hat“, so Bürgermeister Stefan Schmutz, der qua Amt auch Vorsitzender beider Stiftungen ist.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Das Haushaltsvolumen beträgt 40,8 Mio. Euro an Erträgen und 46,2 Mio. Euro an Aufwendungen.
  • Die Stadt Ladenburg wird 16,56 Mio. Euro investieren.
  • Die Stadt Ladenburg erhält 2,44 Mio Euro an Zuschüssen für Investitionen und deckt damit rund 15 % über Zuschüsse ab.
  • Der Schuldenstand beträgt Anfang 2025 5,97 Mio. Euro.
  • Der Haushaltsplanentwurf weist ein ordentliches Ergebnis von -5,42 Mio. Euro auf. Das hohe negative Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen und der noch hohen Steuerkraftsumme aus dem Jahr 2023 sowie aus den gestiegenen Ausgaben für Energie, Personal und Beschaffungen sowie den finanziellen Vorleistungen der Stadt Ladenburg für neue Betreuungsplätze (z. B. Kita Gänsäcker und Kita Wiesenstraße). Die Finanzierung wird erst in den Folgejahren durch Landeszuschüsse abgedeckt.