Sanierung des Freibads ist im Plan
In der öffentlichen Gemeinderatsitzung am Mittwoch, 30. April 2025, hat die Stadt Ladenburg über den aktuellen Stand zur Planungen und Finanzierung zur Sanierung des Freibads informiert. Mit dem Förderverein Freibad Ladenburg und den betroffenen Vereinen sind die Planungen im Vorfeld abgestimmt worden. Ziel ist es, die größte Freizeiteinrichtung der Stadt zukunftsfähig, nachhaltig und attraktiv zu gestalten.
„Mit über 100.000 Gästen jährlich ist das Freibad nicht nur unsere größte Freizeiteinrichtung, sondern auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Um das Freibad in eine nachhaltige Zukunft zu führen, müssen wir die Chance einer klimaneutralen Sanierung dank der Förderung des Bundes mit 2,77 Mio. Euro ergreifen“, sagt Bürgermeister Stefan Schmutz. Die finale Entscheidung über die Sanierung trifft der Gemeinderat im September 2025, sobald die Ausführungsplanung mit einer aktualisierten Kostenberechnung vorliegt.
Die Kernpunkte der Sanierung sind die Modernisierung der Technik, die Nutzung erneuerbarer Energien, der Energieverbund mit der neuen Dreifeld-Sporthalle zur gemeinsamen Stromnutzung sowie der Einbau moderner Edelstahlbecken und die Neugestaltung des Kleinkindbereiches.
Die Wasserfläche ohne den Kleinkindbereich wird dann etwas verkleinert und 1709 qm betragen (bisher: 2200 qm) und ist an den Bedarf sowie die Besucherzahlen angepasst. Die Becken werden getrennt in ein Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmer- bzw. Mehrzweckbecken und ein Springerbecken mit einer neuen Sprunganlage. Es wird einen neuen Rutschenbereich mit Landesofa geben, räumlich getrennt vom Nichtschwimmerbereich. Der neue Kleinkindbereich hat ein Becken mit verschiedenen Tiefen sowie einen Spraypark, ein interaktiver Wasserbereich mit verschiedenen sprühenden Elementen, das eine sichere und unterhaltsame Umgebung für Kinder jeden Alters bietet, um sich abzukühlen und zu spielen.
Dank des Energieverbunds mit der Dreifeldsporthalle kann aus heutiger Sicht der Strombedarf des Freibads künftig vollständig durch die auf dem Hallendach installierte PV-Anlage gedeckt werden. Dies ermöglicht einen klimaneutralen Betrieb des Freibads und reduziert die Betriebskosten erheblich.
Bei der ersten Kostenschätzung bei der Beantragung von Fördermitteln im Jahr 2023 war man von 6.187.154 Euro ausgegangen, die letzte aktuelle Kostenschätzung geht von 7.800.000 Euro aus. Die fundierte Kostenberechnung auf Basis der Entwurfsplanung wird im August 2025 erwartet.
Fördermittel in Höhe von 2.775.000 Euro aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) wurden bereits im Oktober 2023 bewilligt.
Nach dem aktuellen Terminplan ist der Baubeginn für Juli 2026 vorgesehen und es wird mit einer Bauzeit von ca. 13,5 Monate gerechnet. Dies bedeutet, dass die Freibadsaison 2026 verkürzt werden und das Bad im Sommer 2027 geschlossen bleiben muss.
Aktuelle Planungsskizze v. o. n. u.: Springerbecken, Schwimmerbecken, Rutschenbereich, Nichtschwimmer- bzw. Mehrzweckbechen und dem neuen Kleinkindbereich