Verlegung von sechs Stolpersteinen
Am Montag, 10. November 2025 um 11:00 Uhr werden in Anwesenheit des Nachfahren Samuel Kapustin, Sohn des früheren Ladenburger Rabbiners Dr. Max Kapustin, sechs weitere Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig verlegt.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung vor dem Gebäude Neue Anlage 1 herzlich eingeladen.
Dort erinnern zukünftig drei Stolpersteine an Rabbiner Dr. Max Kapustin sowie an seine Eltern Berta und Jakob Kapustin. Weitere drei Stolpersteine werden vor dem Gebäude der Schwarzkreuzstraße 8 zum Gedenken an Samuel Kapustin, seine Ehefrau Johanna Kapustin und ihren Sohn Rudolf Kapustin verlegt. Die Brüder Jakob und Samuel Kapustin wanderten Anfang des 20. Jahrhunderts aus der heutigen Ukraine nach Deutschland aus.
Die Verlegung erfolgt auf Initiative des Arbeitskreises Jüdische Geschichte und setzt ein deutliches Zeichen gegen den deutschlandweit erstarkenden Antisemitismus. Bereits in den Jahren 2007 bis 2009 hat die Stadt Ladenburg auf Initiative von Ingrid Wagner und dem Arbeitskreis Jüdische Geschichte 37 Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt. Zuletzt kamen am 27. Oktober 2024 in Anwesenheit der Zeitzeugin Ruth Steinfeld unter großer Anteilnahme der Bevölkerung vor der ehemaligen jüdischen Synagoge in der Hauptstraße 46 fünf weitere Stolpersteine hinzu.
Die Publikation „Spuren jüdischen Lebens in Ladenburg“ von Dr. Jürgen Zieher bietet biografische Informationen und dokumentiert die Wohnorte der einstigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Sie ist zwischenzeitlich in zweiter Auflage in deutscher und englischer Sprache kostenlos auf der Webseite der Stadt Ladenburg abrufbar: