Meldung

„Ladenburger Modell“


Der Gemeinderat diskutiert über die richtige Weichenstellung für die zukünftige Ganztagsbetreuung von Kindern im Grundschulalter. Hintergrund ist der bundesweit eingeführte Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der ab dem Schuljahr 2026/27 zunächst für Erstklässler gilt und in den Folgejahren schrittweise ausgeweitet wird. Erforderlich ist der Aufbau einer bedarfsgerechten Bildungsinfrastruktur.

Vor diesem Hintergrund arbeitet die Stadtverwaltung gemeinsam mit beiden Grundschulen am sogenannten „Ladenburger Modell“. Ziel ist es, ein verlässliches und qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot an beiden Grundschulstandorten zu schaffen, das Familien möglichst finanziell gegenüber dem Status Quo entlastet. Die in der Sitzung gezeigte Präsentation ist auf der städtischen Homepage veröffentlicht, sodass sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren können.

Die steigende Nachfrage unterstreicht den Handlungsbedarf: Bereits heute nehmen rund 70 Prozent der Grundschulkinder in Ladenburg ein Betreuungsangebot in Anspruch, Tendenz steigend. Prognosen gehen von einem Bedarf von bis zu 80 Prozent in den kommenden Jahren aus.

Um die weiteren Planungen eng an den Bedürfnissen der Familien auszurichten, ist als nächster Schritt eine umfassende Elternbefragung vorgesehen. Diese wird nach den Pfingstferien durchgeführt und richtet sich an Eltern von Kindern unter sieben Jahren. Die Ergebnisse werden in eine öffentliche Informationsveranstaltung einfließen, die nach den Sommerferien stattfinden wird, und die Grundlage für den weiteren Prozess bilden.

Die Einführung des neuen Modells ist aufgrund der notwendigen Vorbereitungen und Abstimmungen frühestens zum Schuljahr 2028/29 realistisch. Bis dahin werden gemeinsam mit den Schulen pädagogische Konzepte weiterentwickelt sowie die erforderlichen personellen, räumlichen und finanziellen Rahmenbedingungen konkretisiert.

^
Redakteur / Urheber